Zwei Jahrzehnte LAUBSPUR. Aus einer kleinen Idee entstand ein wucherndes, wild spriessendes Naturgartenabenteuer. 20 Jahre Wandel, Wurzeln schlagen und Weiterentwicklung.
Bei uns in der LAUBSPUR ist alles in Bewegung, denn die Natur steht nie still. Und wir auch nicht.
Zum grossen Jubiläum ging es zurück zu unseren symbolischen Wurzeln: nach Bern. Dorthin, wo vieles seinen Anfang nahm. Die Wurzeln von LAUBSPUR reichen tief – in die Erde der Natur und in die Gedankenwelt der Kunst. Hundertwassers Sicht auf fliessende Formen und natürliche Prozesse war dabei ein stiller Begleiter. Passend also, dass wir unsere Jubiläumsreise zur Quelle machten: zurück an den Ursprung, in die Bundesstadt.
Am Freitagnachmittag starteten wir am Bahnhof Altstätten. Voller Vorfreude, leicht nervös und mit dem typischen Gefühl: „Hoffentlich habe ich nichts vergessen.“ Natürlich reisten wir mit dem Zug. Wir sind Naturgärtner, wir fahren mit Stil – ökologisch und ohne PS.
„Landei trifft Bundesstadt“, so fühlte es sich an, als wir in Bern ankamen. Kopfsteinpflaster, Mattequartier und die Aare. Wir mittendrin, mit grossen Augen und gespannter Erwartung auf das, was uns bevorstand.
Unsere Unterkunft war die Jugendherberge direkt unter dem Bundeshaus. Wir teilten uns die Zimmer. Das war gelegentlich herausfordernd, ein bisschen Schnarchen hier und da, aber insgesamt war es gesellig, unkompliziert und sehr unterhaltsam.
Es folgte ein abwechslungsreiches Wochenende. Yoga in einer Waldlichtung mitten im Aare-Paradies, mit Waldboden unter den Füssen und der einen oder anderen Ameise im Hosenbein.
Eine unterhaltsame Stadtführung durchs Mattequartier brachte viele Anekdoten, Gelächter und einen Schluck Berner Schnuuf. Nicht während, aber nebenbei. Ganz in Ruhe, wie es in Bern eben üblich ist.
Ein echtes Naturschutzgebiet direkt an der Aare: Wauw, genau unser Ding. Wir fingen Wassertierchen und bestimmten sie in kleinen Gefässen. Ein kleiner Frosch war auch dabei.
Kulinarisch wurden wir ebenfalls verwöhnt. Wir haben geschlemmt, gelacht, geplaudert und den Tag entspannt ausklingen lassen. Der Besuch in der Reithalle bleibt einigen von uns bestimmt besonders in Erinnerung.
So ein Wochenende zeigt uns wieder, warum wir tun, was wir tun. Weil Natur verbindet und das Zusammensein glücklich macht. Und weil es einfach schön ist, jemanden wie Rolf als unseren Chef an der Seite zu wissen. Einen Menschen, der mit viel Herz und Verständnis für uns da ist und solche besonderen Momente erst möglich macht.
Die Rückreise schien zunächst einfach. Immer dem roten „Wilson“ folgen. Doch was wäre die LAUBSPUR ohne kleine Ausreisser? Zwei Teammitglieder gingen zwischenzeitlich verloren, in St. Gallen fanden sie zum Glück wieder zu uns in den Zug zurück. Alles gut gegangen.
Merci vielmals für 20 wilde, bunte, leise, laute, moosige, sonnige, matschige, herrliche Jahre.
Auf die nächsten 20 – mit neuen Ideen und vielleicht auch mal wieder kalten Füssen in der Aare.
Euer LAUBSPUR-Team