Warum und wann schneiden
Heimische Wildsträucher werden am besten im Winter bis im frühen Frühjahr geschnitten, um Brutzeiten zu vermeiden (März–September keine radikalen Schnitte). So werden die Sträucher buschiger und dichter und bieten mehr Brut- und Rückzugsräume für unsere heimischen Gartenbewohner.
So werden Sträucher von unten dicht und buschig
Achte darauf, dass Wildsträucher vom Boden her buschig bleiben. Untere Äste sollten stehen gelassen werden, da sie dichten Schutz vor Fressfeinden wie Katzen, Elstern und anderen Räubern bieten. Dort, wo mehr Dichte gewünscht ist, können einzelne Äste gezielt angeschnitten oder eingekürzt werden. Das regt die Bildung neuer Triebe an. Dabei steht nicht die Ästhetik des Schnittes oder des Strauches im Vordergrund, sondern die Verbuschung. In der Natur übernehmen diese Aufgabe häufig Tiere wie Rehe: Durch das wiederholte Abfressen der Triebspitzen werden Sträucher auf natürliche Weise dichter und buschiger.
Struktur schaffen mit Wildsträuchern und Schnittgut
Dornige oder stachelige Sträucher, wie z. B. Weissdorn, Schwarzdorn oder Wildrosen, bieten besonders viel Schutz für brütende Vögel und kleine Säuger, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden. Wildsträucher werden daher bevorzugt als dichte Schutzinseln angelegt. Der Pflanzabstand sollte so gewählt werden, dass die Sträucher dicht zusammenwachsen – in der Regel nicht mehr als etwa 1 Meter, je nach Grösse des Strauches. Schnittgut nicht entsorgen, sondern als Asthaufen aufschichten: So entstehen zusätzliche Nist- und Versteckmöglichkeiten für Igel, Eidechsen, Insekten und Vögel.